Bittersalz zum Ausgleich von Magnesiummangel



Nadelgehölze


Fichten, Tannen, Koniferen und Thuja haben einen hohen Magnesiumverbrauch. Entsprechend wahrscheinlich ist ein Mangelzustand, insbesondere weil Magnesium zusätzlich auch durch Regenfälle aus dem Boden ausgewaschen wird. Da Magnesium ein wesentlicher Stoff für die Bildung von Blattgrün ist, stellt eine Verfärbung der Nadeln ins Gelbe ein recht sicheres Anzeichen für einen Mangel dar; letzte Gewissheit kann eine Bodenanalyse geben. Mit Bittersalz kann der Hobbygärtner dem Magnesiummangel gezielt entgegenwirken, sollte sich dabei aber bewusst sein, dass eine Düngung mit Bittersalz allein für die Nährstoffversorgung von Nadelgehölzen nicht ausreicht.

Gemüsepflanzen


Auch Gemüsepflanzen können unter Magnesiummangel leiden und signalisieren das durch gelbe Blätter. Betroffen können unter anderem Gurken, Tomaten, Sellerie, Rote Beete oder Spinat sein. Hier hilft eine gezielte Bittersalzgabe, die Magnesiumversorgung und damit auch die Ernte sicherzustellen.

Bittersalz zur Blattdüngung
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Rasen


Rasenflächen sind im Vergleich zu Gartenbeeten recht häufig mit Nährstoffen unterversorgt; das gilt auch für Magnesium. Bittersalz ist deshalb oft ein wesentlicher Bestandteil von Rasendüngern, kann aber für eine gezielte Magnesium-Düngung selbstverständlich auch allein verwendet werden. Eine Erhaltungsdüngung erfordert eine Gabe von etwa 50 Gramm Bittersalz pro Quadratmeter und Jahr.

Bittersalz für Moorbeetpflanzen


Moorbeetpflanzen wie Rhododendron, Azalee und Erika bevorzugen ein saures Milieu. Dieses im Gartenboden zu schaffen ist nicht immer ganz leicht, sodass die entsprechenden Pflanzen oft bei weitem nicht so gedeihen, wie sie es auf einem geeigneten Untergrund könnten. Mit einer Bittersalzgabe kann der pH-Wert im Boden gezielt gesenkt und so an die Bedürfnisse von Moorbeetpflanzen angepasst werden.

Bittersalz sicher anwenden


Bittersalz ist im Handel als Granulat und als Flüssigdünger erhältlich. Das Granulat kann recht unkompliziert auf dem Boden ausgestreut werden, anschließend sollte man jedoch großzügig wässern. Ein Einarbeiten in den Boden ist nicht notwendig. Flüssiger Bittersalzdünger dient der Blattdüngung, dieser Dünger wird also mittels einer Sprühflasche unmittelbar auf die gelben Nadeln oder die Unterseite der Blätter aufgetragen. Das sollte jedoch nicht in praller Sonne geschehen, da die Blätter sonst verbrennen könnten. Es spricht übrigens nichts dagegen, selbst eine zweiprozentige Bittersalzlösung für die Blattdüngung herzustellen, da Bittersalz sehr gut wasserlöslich ist. Grundsätzlich sollte Bittersalz vorsichtig dosiert und auf keinen Fall direkt an den Wurzeln angewendet werden, um Verbrennungen zu vermeiden.

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